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„Unsere Stücke haben etwas von einem gut gebastelten Mixtape“

Daniel Mathéus und Julia Mota Carvalho von performing:group. Foto: performing:group
Daniel Mathéus und Julia Mota Carvalho von performing:group. Foto: performing:group
Schlagworte
Datum
21.01.2020

Berührung ist Provokation, beschreibt performing:group ihr neuestes Stück „Can Touch This“, besonders, wenn sie auf der Bühne stattfindet. Gemeinsam mit Theater Strahl erforschen sie, woher die Angst vor Berührungen kommt. Am 21. Januar feiert die Performance Premiere. Dramaturgin Julia Mota Carvalho und Regisseur Daniel Mathéus über Mixtapes, Musikvideos und ihre Erwartungen, dem Publikum gegenüber.

Ihr wart schon mit „Trashedy“ und „Chalk About“ bei PURPLE. Was ist diesmal anders?

Julia: Wir haben ähnlich relevante politische und gesellschaftliche Themen wie in „Trashedy“ oder „Chalk About“, die wir ziemlich überspitzt darstellen. „Can Touch This“ hat dieses Mal ein reduziertes Bühnenbild, aber es gibt diesmal ein prominentes Requisit. Welches das ist, wird nicht verraten.

Daniel: Wir sind dieses Mal nicht als Darsteller selbst beteiligt, sondern als Team hinter der Bühne. Durch die Zusammenarbeit mit Theater Strahl haben wir auch ein größeres Ensemble und sehr unterschiedliche Performer*innen, die alle in ihrer Sprache sprechen: englisch, deutsch und ungarisch. Und die Sprache wird nicht übersetzt.

Was ist allen Stücken gemeinsam?

Daniel: Von der Sprache her sind wir von MTV-Musikvideos beeinflusst, weil wir alle Kinder der 80er und 90er sind. Deswegen arbeiten wir auch viel mit Popsongs. Die Szenen in unseren Performances sind immer zwei bis vier Minuten lang. Unsere Stücke haben etwas von einem gut gebastelten Mixtape.

Julia: … oder ein altes Musikvideo. Ich glaube, die Musikvideolänge ist nicht das, was den Jugendlichen an sich vertraut ist, aber die Länge  ist eben sehr kompatibel mit unserem Vorhaben, immer punktuell ein Thema anzusprechen.  

„Die Sprache wird nicht übersetzt“

Can Touch This / Foto: Jörg Metzner
Can Touch This / Foto: Jörg Metzner

Warum habt ihr Euch bei „Can Touch This“ für das Thema Berührung entschieden?

Daniel: Letztlich ist Berührung ein lebenswichtiges Grundbedürfnis des Menschen. Und dieses Bedürfnis haben wir mit sehr vielen Tieren gemeinsam. Darauf beziehen wir uns unter anderem in „Can Touch This“. Wir beobachten eine immer stärker werdende Reglementierung in der Gesellschaft und wir haben uns gefragt: wie gut ist das für uns? Welche Probleme wirft das auf?

Welche Reaktion vom Publikum erwartet ihr?

Daniel: Wir erwarten ein bisschen Panik, Lautstärke an manchen Teilen…Julia: …eine Überforderung in Szenen, die etwas langsamer und tiefer gehen.
Daniel: …und Lachen, weil das Stück Spaß macht.

Interview: Susanne Gietl

Weitere Informationen

Am 21. Januar feiert „Can Touch This“ Premiere, auch m 22. Januar wird es in Die Weiße Rose aufgeführt. Das Stück entstand in Kooperation von Theater Strahl und performing:group Köln

Regie/Choreografie Leandro Kees Co-Regie Daniel Mathéus Performer Rebekka E. Böhme, Jana Heilmann, Michael Kaddu, Michele Meloni, Balázs Posgay Dramaturgie Julia Mota Carvalho Musik Martin Rascher Theaterpädagogik Laura Cadio, Mira Laskowski

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