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Reise in den Orient

Compagnia T.P.O. "Giardino Dipinto" copyright: Roberto Duarte
Compagnia T.P.O. "Giardino Dipinto" copyright: Roberto Duarte
Schlagworte
Datum
27. Januar 2017

Malen, tanzen, träumen. In „Giardino Dipinto“ von Compagnia T.P.O. durften Kinder ab sechs Jahren einen orientalischen Garten besuchen und mit ihrem Körper neue Blumen und Muster malen.   

Ein gelber, blauer, grüner und roter Garten

Es ist eine magische Tanzfläche. Wer den gemalten Garten des kurdischen Künstlers Rebwar Saeed betritt, der wird selbst neue Werke schaffen. Die Compagnia T.P.O. aus Italien teilt ihr Stück in vier Teile.

Jeder Teil lädt in einen Garten ein: Den gelben Garten der Erde, den blauen Wassergarten, den grünen Blättergarten und den roten Garten der Liebe. Zwei Tänzerinnen in weiten Kleidern – eine trägt ein sandfarbenes Kleid, die andere ein rotes – eröffnen den Garten für die Gäste. Die beiden wirbeln zu orientalischen Klängen über die Tanzfläche, jeder Schritt kreiert neue Farben und Muster. Ein paar Kinder bewegen sich im Takt der Musik hin und her, hin und her, andere klatschen leise. So leise, dass man sie klatschen sieht, aber nicht hört. Weit aufgerissene Kinderaugen bestaunen neugierig das bunte Farbenspiel.

Überraschungen im blauen und grünen Garten

Im blauen Garten halten vier Helfer ein weißes Laken über die quadratische Tanzfläche. Sie bewegen das Laken wellenförmig, so dass viele Kinder unter dem Laken herumtollen können, das Laken und die Tanzfläche leuchten blau. Einige Kinder in den hinteren Reihen (wir erinnern uns: Nur die Kinder in der ersten Reihe ohne Schuhe werden in den Garten geholt, die anderen kommen nach der Vorstellung dran) wollen auch unter das Laken, aber dann vergessen sie ihren Neid wieder und verfolgen das bunte Geschehen. Ein gelb-roter Fischschwarm schwimmt auf dem Laken. Dann sind die Projektion und das Laken wieder verschwunden. Was wohl als nächstes kommen mag?

Auch der grüne Garten birgt eine Überraschung. Die beiden Frauen tragen zwei bemalte Holzkisten auf die Bühne. Eine der beiden legt sich bäuchlings auf die Bühne, setzt sich die mit einem Schneckenhaus bemalte Holzkiste auf den Rücken und hält sie mit ihren angewinkelten Beinen fest. Was für eine lustige Schnecke. Die Kinder lachen. Die andere Tänzerin stellt eine Holzkiste auf den Boden. Auf der Kiste ist ein Raupenkopf gemalt. Sie macht einen Kopfstand darin. Einige Kinder staunen laut.

Immer neue Motive

Die gut gegliederte Performance wechselt gekonnt zwischen Vorführung und Mitmach-Aktionen. Immer wieder holen die Tänzerinnen eines oder mehrere Kinder aus der ersten Reihe auf die Tanzfläche. Sie führen sie auf fliegende Teppiche, rotierende Blätter oder rote Herzen. Die Kinder dürfen ihren Weg selbst wählen und folgen den beweglichen Objekten. Nach einer gewissen Zeit verschwindet das Motiv und eine weiße Fläche erscheint. Die Tänzerinnen wechseln die Kinder und eine neue Szenerie erscheint. Am Ende können es alle Kinder kaum erwarten, den magischen Garten auszuprobieren. Dank des Festivals wird ihr Wunsch in Erfüllung gehen.

Für die Nachbereitung der Tanzvorstellung teilen sich die Kinder in drei Gruppen auf. Die gelbe Gruppe malt alle Eindrücke auf ein großes weißes Papier und die blaue Gruppe spricht über alle Eindrücke und tanzt einige Bewegungen nach. Die letzte Gruppe (rot) erforscht das eben gesehene Farbenspiel. Sie laufen durch den gemalten Garten und kreieren selbst neue Muster.

 

Kritik: Susanne Gietl

 

Weitere Informationen

„Giardino Dipinto“ (der gemalte Garten) von Compagnia T.P.O. wird am 27. Januar um 12 Uhr erneut aufgeführt.

2 comments

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  1. Meine sehr tanzbegeisterte Klasse war fasziniert vom verträumten bunten Garten, das Malen und selbst Bewegen hat großen Spaß gemacht. Sie würden sich noch „coolere“ schnellere Teile wünschen. Es hat sie beeindruckt wie sich die Bewegungen auf dem Teppich auf die Bilder auswirkten.
    Als Lehrerin wünschte ich mir mehr dynamische Wechsel im Tanz und/oder eine kürzere Dauer.

  2. Tolles Stück! Es ist echt verzaubernd und faszinierend! 🙂

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