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Einmal PURPLE, immer PURPLE

Susannne Gietl. Copyright: Kulturschoxx/Susanne Gietl
Susannne Gietl. Copyright: Kulturschoxx/Susanne Gietl
Schlagworte
Datum
22. Januar 2018

Nur noch ein Tag, bis das PURPLE-Festival zum zweiten Mal zum Tanze lädt. Kinder werden wieder mit großen Augen staunen, Erwachsene werden sich wundern, wie vielfältig Tanz sein kann und Jugendliche werden erfahren, wie es sich anfühlt, gemeinsam an einer Choreografie zu arbeiten. Ich werde versuchen, all das festzuhalten und euch auf eine Reise zu unbekannten Tanzgefilden mitnehmen.

Warum Tanz Bauchsache ist

Kurz und gut: Ich freue mich sehr, auch dieses Jahr bei PURPLE dabei zu sein. Als Kulturbloggerin von Kulturschoxx.de anaylsiere ich Performances, suche Bewegungsmuster und erzählerische Absichten in Stücken. Das ist spannend und das wunderbare am Tanz ist, dass Tanz keine Formel hat, die es aufzulösen gibt. Tanz ist nicht Kopf- sondern Bauchsache. Umso schöner ist es, dass die Choreografin Canan Erek gemeinsam mit der Produzentin Inge Zysk 2017 das PURPLE-Festival ins Leben gerufen hat.

Kommunikation ohne Worte

Dazu haben Canan und Inge sieben Tanzkompanien aus vier Nachbarländern eingeladen. Claire Parsons kommen aus Stockholm, VerTeDance aus Prag, De Dansers aus Utrecht und Iron Skulls aus Barcelona. Und so wird wie letztes Jahr Kommunikation auch mit Hand und Fuß passieren.

Als die Gruppe TPO bunte Farbteppiche auf den Boden projizierten, war Sprache nicht notwendig, die Kinder verstanden auch mittels Gesten, die Einladung in die ihnen fremde Welt. Manchmal nehmen die Tänzerinnen sie bei der Hand, um mit ihnen den orientalischen Garten zu erkunden. Alles auf einer Tanzfläche. Das war auch für mich als Erwachsene faszinierend, mich von dem Alltag zu verabschieden und in die bunte Farbenwelt einzutauchen. Adé Erwachsenenwelt, willkommen im Reich der Fantasie.

Philosophie im Tanz

Die Performing Group, die letztes Jahr ein Stück über Umweltschutz machte und mit vielen roten Plastikbechern performte, wird dieses Jahr in „Chalk About“ Kreide (chalk) nutzen, um temporeich eine poetische Geschichte über die Unterschiedlichkeit der Menschen erzählen, während gleich zwei Gruppen über das Feststecken in einer Situation sinnieren.

De Dansers werden in „Pokon“ mit viel Rhythmus, Leitern, Holztischen, Stühlen und Holzstücken in etwas hinein- und herauswachsen und manchmal darin feststecken, „Correction“ wird über eine Welt erzählen, in der man alles gibt, um weiterzukommen, aber keinen Schritt vorankommt. Es ist getanzte Philosophie.

Das Team von Purple

Viele Hände helfen mit

Insgesamt 17 Vorstellungen werden in insgesamt sechs Tagen an drei verschiedenen Spielstätten gezeigt: Theater Strahl am Ostkreuz, Tanzstudio im Podewil und in den Uferstudios. Die Uferstudios in Wedding sind das Hauptquartier. Damit alles reibungslos funktioniert ist ein großes Team gefragt. Neben Canan und Inge sind Cornelia (Workshops), Uta (Öffentlichkeitsarbeit), Nora (Pressearbeit) und Max (Technikchef) die Hauptverantwortlichen.

Max erfasst auf seinem Laptop die Checklisten für jedes Stück: Wie groß wird die Tribüne sein? Werden Mikrofone benötigt? Ist der Zugang zum Raum barrierefrei? Die Stichpunkte zeigen, welchen Herausforderungen er sich noch stellen muss. Zahlreiche Helfer unterstützen die sechs Teamchefs: Alexandra, Raquel und Viviana betreuen die Künstler und Workshops, Heinz, Nicola, Stephan, Michele und Jan unterstützen Max, Conny ist verantwortlich für die Organisation der Uferstudios und Melanie und Arthur werden an der Kasse sitzen. Das erste Treffen im neuen Jahr fühlt sich an wie ein Familientreffen, denn alle kennen sich schon von letztem Jahr. Und auch das ist es, was das Festival ausmacht.

Text: Susanne Gietl

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